Verflucht
Eine unglaubliche Pannenserie ließ den Flug AI 136 der Air India für die rund 160 Passagiere zu einem Höllentrip werden. Der geneigte Leser sei gewarnt, es ist eine lange Geschichte …
Flug AI 136 führt von Los Angeles über Frankfurt nach Dehli, zeitlich gesehen sicher einer der längeren Flüg – selbst wenn alles nach Plan verläuft. Das Chaos begann bereits in Los Angeles kurz vor dem Start:
Polizisten stürmten das Flugzeug um einen sich bereits an Bord befindlichen Verbrecher dingfest zu machen. Diese Aufregung dürfte für eine Passagierin zuviel des Guten gewesen zu sein: Sie erlitt einen Gehirnschlag und mußte in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Mit insgesamt fünf Stunden Verspätung konnte der Flug Richtung Frankfurt beginnen.
Die Maschine erreichte Frankfurt ohne weitere Zwischenfälle, konnte aber die Reise nicht forsetzen: Kurz vor dem Start wurde ein durch Steinschlag verursachtes Loch in der Tragfläche der Boeing 747-400 festgestellt. Der Flug wurde auf den nächsten Tag verschoben.
Am Morgen des nächsten Tages verzögerte sich der Start in Frankfurt erneut: Zwei Transitgäste waren nicht mehr aufzufinden aber ihr Gepäck war bereits an Bord. Dies ist aufgrund von Sicherheitsbedenken nicht erlaubt und somit mußten deren Gepäckstücke wieder entladen werden. Nach einer weiteren Stunde Verzögerung konnte der Pilot endlich starten.
Nach ungefähr etwas über einer Flugstunde, 12.000 Meter irgendwo über Ungarn fielen der Besatzung zwei leere Sitze im Oberdeck auf, die eigentlich besetzt sein sollten. Per Durchsage wurden die beiden, laut Bordliste, deutschen Passagiere an Bord gesucht, aber offenbar hatten diese es vorgezogen andere Reisemittel für die Weiterreise zu wählen. Ein kurzer Gegencheck mit Frankfurt ergab, das die Personen als auch das Gepäck an Bord sein müßten. Und da war wieder das Sicherheitsproblem: Koffer ohne die zugehörigen Passagiere an Bord. Also entschloß sich der Pilot nach Frankfurt zurückzukehren. Um überhaupt wieder in Frankfurt landen zu können, mußten aber aufgrund des Gewichts der Maschine ca. 80 Tonnen Kerosin abgelassen werden.
Die auf dem Namen ‘Sunderbans’ (Sonnenschein) getaufte Maschine, erreichte Frankfurt drei Stunden später etwa gegen 17.00 Uhr Ortszeit. Über den weiteren Ablauf kann nicht viel gesagt, die meisten Quellen enden hier – nur der sehr konfuse spiegel.de Artikel berichtete noch von weiteren Problemen, aber die sind nicht wirklich zu verifizieren.
Quellen: spiegel.de, hr-online.de
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April 12th, 2007 12:45
[...] nach dem ersten Teil dieser Geschichte noch nicht daran glaubte das mit der auf dem Namen “Sunderban” getauften Boeing 747-400 [...]