"Jeder Start ist freiwillig, jede Landung ist ein Muss!"
Unbekannt

Zu langsam für den Steigflug

Der Flug in den Urlaub endete in einer Tragödie: Der vollbesetzte Airbus 320 der Fluggesellschaft Armavia stürtzte beim zweiten Landeanflug auf den russischen Badeort Sochi im steilen Winkel in das Schwarze Meer. Nach bisherigem Stand der Ermittlungen zur Ursache des Unglücks, kann ein technischer Defekt ausgeschlossen werden: Auswertungen der Blackbox ergaben das sowohl die Triebwerke vor dem Aufschlag noch funktionsbereit waren, als auch das sich noch genügend Kerosin für einen weiteren Landeversuch in den Tanks befand. Der Autopilot war in den letzten Minuten ausgeschaltet und ein vorab gemeldeter Bruch der Hülle in der Luft konnte nicht bestätigt werden.

Menschliches Versagen gilt somit als wahrscheinlichste Ursache: Aufgrund von zu schlechter Sicht und heftigem Regen mußte der Landeanflug abgebrochen werden, der Pilot bekam vom Tower die Anweisung wieder an Höhe zu gewinnen. Da Sotschi von bis zu 1300m hohen Bergen umgeben ist, konnte der Steigflug nur in einer steilen Kurve erfolgen. Zu diesem Zeitpunkt hatte der Airbus eine Geschwindigkeit von 250km/h, was zu langsam für einen Steigflug dieser Art war: Die Maschine stürtzte ins Meer, alle 113 Insassen kamen ums Leben.

Ironischerweise befand sind der Airbus bereits nach dem ersten abgebrochenen Landeanflug wieder auf dem Rückflug nach Eriwan, als die Fluglotsen doch noch grünes Licht zur Landung in Sotschi gaben. Eine tragische Fehlentscheidung.

Quelle: abendblatt.de

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