"Du kannst so rasch sinken, daß du zu fliegen meinst."
Marie von Ebner-Eschenbach

Notlandung auf der A7

Zur Vorgeschichte: In den 70er Jahren war der Flugbetrieb noch mehr mit Handwerk verbunden als in der heutigen hochtechnisierten Zeit. So mußten bspw. bei Maschinen vom Typ Bac 1-11 oder auch der Boeing 747-100 die Triebwerke kurz vor dem Start mit einem eingespritztem Wasser-Methanol gekühlt werden, um so eine Leistungssteigerung für den Start zu erreichen. Dies war voll allem notwendig wenn das Flugzeug vollgeladen war oder auch der Startweg verkürzt werden sollte. Ein Mitarbeiter des Flughafens Hamburg-Fuhlsbüttel verwechselte die Aufbewahrungsbehälter und füllte anstatt des Wasser-Methanol Gemischs Kerosin in die Behälter …

So kam es, das vor dem Start anstatt Wasser nun Kerosin in die Triebwerke der BAC 1-11 der Paninternational Fluglinie auf dem Weg nach Malaga gespritzt wurde. Kurz nach dem Abheben fingen beide Triebwerke der mit 115 Passagieren besetzten Maschine Feuer. Pilot und Kopilotin gelang es mit brennenden Triebwerken auf der sich zu dieser Zeit im Bau befindlichen A7-Autobahn nahe Kiel notzulanden. Eigentlich eine ideale Voraussetzung für eine Notlandung. Allerdings sorgte eine Autobahnüberführung für die Katastrophe: Beim Unterqueren der Überführung wurden beide Tragflächen abgerissen und das Heckleitwerk völlig zerstört. Die Maschine zerbrach dabei in drei Teile. 21 Passagiere aus dem Mittelteil kam dabei ums Leben.

Die Rettungsmaßnahmen gestalteten sich als schwierig, da herumstehende Gaffer – die sich zum Teil auch noch an den Spiritousen und Snacks aus dem Flugzeugwrack bedient haben sollen – für weiteres Chaos sorgten.

Auch die Kopilotin war unter den Überlebenden des Unglücks. 17 Jahre nach diesem tragischen Unglück kam sie bei einem Flug mit einer Cessna ums Leben, als sie mit ihrem prominenten Fluggast namens Uwe Barschel bei der Landung einen Antennenmast streifte. Barschel überlebte den Cessna-Absturz.

Quelle: wikipedia.de

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