"Vogel fliegt, Fisch schwimmt, Mensch läuft."
Emil Zátopek

Es regnete Wrackteile

Bei einem mysteriösem Zusammenstoß eines Lastenhubschraubers mit einem Sportflugzeug vom Typ Katana DV20 nahe Zell am See sterben acht Menschen. Obwohl der Pilot des Hubschraubers vom Tower informiert wurde, das ein Sportflugzeug von einem nahegelegenen Flughafen gestartet ist und in seinem Gebiet unterwegs sein wird, der Pilot den Sichtkontakt auch noch bestätigt hatte, flogen beide Maschinen direkt aufeinander zu und prallten zusammen. Skiurlauber beobachteten den Unfall und sahen wie die Maschinen in der Luft explodierten und die Wrackteile nicht weit entfernt von einer Seilbahn zu Boden gingen.

Die Wrackteile beider Maschinen waren auf einer Fläche von 20 Hektar verteilt, Rettungskräfte fanden die Toten Hubschrauberpassagiere nahe der Fahrgastzelle. Der Crash stieß auf großes Medieninteresse, innerhalb weniger Stunden tummelten sich bereits rund 30 Medienvertrater am Unfallort. Insgesamt beteiligten sich 230 Helfer an der Bergung und Absicherung der Absturzstelle, darunter auch 70 Bundesheer-Soldaten. Da der Transporthubschrauber vom Typ Puma mit einem Eiswarngerät ausgestattet war, welches mit Hilfe von radioaktiven Substanzen arbeitet, gab es noch für einen kurzen Zeitraum radioaktiven Alarm – das Gerät konnte aber schnell unversehrt geborgen werden.

Die Untersuchungen zu diesem Unfall durch die BFU dauern noch an. Erste Vermutungen das einer der Piloten einen Herzinfarkt erlitt, bestätigten sich nicht. Beide Maschinen sollen technisch in Ordnung gewesen sein, jedoch läßt geborgenes Kartenmaterial die Schlußfolgerung zu, das der Puma-Pilot mit ungenauem Kartenmaterial unterwegs war. Unverständlich da der Pilot mit über 3500 Flugstunden als sehr erfahren galt und sich in dem Gebiet durch frühere Einsätze sehr gut auskannte.

Quelle: stol.it


Leave a Reply