"Derjenige, der fliegen lernen will, muss erst mal lernen, auf beiden Beinen zu stehen. Man kann nicht mit dem Fliegen anfangen."
Friedrich Nietzsche

Archive for June, 2007

Achterbahn über den Wolken

Knapp zwei Stunden nach dem Start aus Amsterdam geriet Flug 867 der Fluggesellschaft KLM mit 276 Passagieren an Bord über St. Petersburg in heftige Turbulenzen.  Trotz einer Warnung des Flugkapitäns wurden einige der Passagiere von den Turbulenzen überrascht und schafften es nicht mehr sich rechtzeitig anzuschnallen. Getränkerollies schossen durch die Flugzeugkabine als die Boeing 777 in nur wenigen Sekunden um  mehr als 50 Meter absackte.  Sieben Passagiere und drei Crewmitglieder wurden dabei verletzt – zumeist handelte es sich um Verbrühungen durch Heißgetränke oder durch Stauchung der Nackenwirbel. Da es keine Schwerverletzten gab, entschied sich der Pilot nicht umzukehren und den Flug nach Japan fortzusetzen.  Die verletzten Passagiere wurden nach der Landung in einem örtlichen Krankenhaus ärztlich versorgt und bereits nach einigen Stunden wieder entlassen. Bei einem Sicherheitscheck der Maschine wurden keine Schäden festgestellt.
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Fakt: Kerosinverbrauch einer Boeing 747

Eine Boeing 747 verbrennt 1 Gallone (= 3.79 Liter) Kerosin pro Sekunde.  Umgerechnet sind das ca. 227 Liter pro Minute, 13620 Liter pro Stunde.

Sicherheitskontrolle in Manila

Die Meldung ging wie üblich über den Ticker und alle Medien sprangen darauf auf: Der 66-jährige Deutsche Hans Jürgen von Naguschewski ließ bei einer Sicherheitskontrolle am Manila Flughafen genervt die Hosen runter, als er aufgefordert wurde ein zweites Mal durch den Metalldetektor zu gehen. Er wurde daraufhin sofort verhaftet und sollte dem Haftrichter vorgeführt werden. Ihm drohten immerhin bis zu zwei Jahren Haft wegen Erregung öffentlichen Ärgernisses.  Soviel zur oft zitierten Meldung. Bei der Verhandlung stellte sich jedoch schnell ein anderer Sachverhalt heraus. weiter »

Berg gestreift

Aus bislang ungeklärter Ursache streifte ein mit zwei Personen besetztes Kleinflugzeug in 2220m Höhe einen Berg und zerschellte in der Nähe von Val Thorens 100 Meter entfernt von einer Skipiste.  Das Flugzeug ist kurz zuvor aus dem nahe gelegenen Courchevel gestartet.  Pilot und Passagier kamen dabei ums Leben, es gab keine weiteren Verletzten. weiter »

Vogelschlag ThomsonFly 757

Für 233 Passagiere an Bord einer ThomsonFly Boeing 757 auf dem Weg nach Lanzarote begann der Startvorgang mit einem Erlebnis, welches sie sicherlich nicht so schnell vergessen werden: Ein Vogel wird nur Sekunden nach dem Abheben von einem Triebwerk eingesaugt, welches darauf in Flammen aufgeht. Der Pilot, die Crew und auch die Fluglotsen im Tower handeln äußerst professionell, was unter anderem eindrucksvoll durch den mitgeschnittenen Funkverkehr belegt wird. Nach 45 Minuten kreisend über dem Flughafen, konnte die Maschine ohne weitere Zwischenfälle gelandet werden. weiter »

Triebwerksausfall nach Flammenschlag

Ein Triebwerksausfall direkt nach dem Start veranlaßte den Piloten einer Boeing 747 der United Airlines auf dem Weg nach Peking zur Umkehr zum Flughafen Washington / Dulles. Laut Augenzeugen gab es vor dem Ausfall einen deutlichen Flammenschlag im Triebwerk. Wie üblich in solchen Situationen mußte der Pilot vor der Notlandung seinen Treibstoff ablassen, um so das Risiko eines Feuers bei einer nicht planmäßig verlaufenden Landung zu minimieren. So wurde dann über Dulles kreisend knapp 160.000 Liter Kerosin, ausreichend für einen 13 Stunden Flug, abgelassen. Bei der anschließenden Notlandung gab es keine weiteren Zwischenfälle, der Pilot des United Flug 897 mit 330 Passagieren an Bord landete die Maschine sicher mit den verbleibenden drei Triebwerken.

10 Kilo Kokain in Hundebox

Obwohl Flugreisende – zumindest in den europäischen Ländern – umfangreichen Sicherheitskontrollen ausgesetzt sind, gibt es immer wieder Fluggäste die ihr Glück mit dem Schmuggeln von Kokain oder anderen Drogen versuchen. Einen besonders kuriosen Versuch startete ein 54-jähriger Spanier aus der Dominikanischen Republik auf dem Weg nach Barcelona mit Zwischenstopp in Düsseldorf: Er versteckte 10 Kilo Kokain mit einem Marktwert von 370.000 Euro in einer Hunde-Transportbox, die mit einem doppelten Boden ausgestattet war.  Um Sicherheitskräfte davon abzuhalten, diese Box näher zu untersuchen wurde sie sehr stark mit Kot verschmutzt. Aber es half alles nichts: Zollfahnder des Düsseldorfer Flughafens entdeckten das Rauschgift und nahmen den Mann in Gewahrsam.

DVD: Hong Kong – Kai Tak International

amazon.de Rezension:
Eine professionelle Reportage über den interessantesten Flughafen der Welt. Sehen Sie atemberaubende Anflüge von Großflugzeugen über die Häuserdächer von Hong Kong. Wie funktioniert das IGS-Landesystem und warum ist Kai Tak so einzigartig in der Welt. Geschichte, Grafiken, Interviews und viele Luftaufnahmen machen diesen Film zu einem einmaligen Erlebnis. Inhalt: – Anflüge aus der Sicht eines Jumbopiloten – Landungen aus vielen verschiedenen Kameraperspektiven – Entstehungsgeschichte und Fakten – Flughafenvorfeld und Tower – Rundflug über Hong Kong – Aufnahmen einer verunglückten 747 aus dem Hafenbecken von Hong Kong

Glück gehabt

Vor dem Überqueren einer Fahrbahn sollte man immer vorher nach rechts und links sehen. Dies trifft auch in der Luftfahrt zu und rettete dem schwedischen Ministerpräsidenten Fredrik Reinfeldt und 120 Passagieren einer landenden DBA Maschine vermutlich das Leben. Auf Anweisung einer Fluglotsin des Tegeler Towers war die Gulfstream G4 im Begriff eine Landebahn zu kreuzen um ihre Startbahn zu erreichen, als die Piloten der schwedischen Luftwaffe vor dem Überqueren eine im Endanflug befindliche Passagiermaschine entdeckten.  Sie stoppten die Maschine sofort und informierten den Tower. weiter »

MFO Beobachtertruppe abgestürzt

Neun Soldaten der internationalen Friedenstruppe MFO (Multinational Force and Observers) sind bei einem Absturz eines zweistrahligen Transportflugzeugs im Sinai ums Leben gekommen. Die MFO ist seit 1979 auf der Halbinsel im Einsatz und überwacht die Einhaltung des Friedensvertrages zwischen Israel und Ägypten. Das Kleinflugzeug befand sich auf dem Weg von El Gorah nach St. Catherine als kurz nach dem Start der Funkkontakt abbrach. Augenzeugen berichteten, das sich die Maschine in sehr niedriger Flughöhe befand und letzendlich mit einem LKW kollidierte.