"Vogel fliegt, Fisch schwimmt, Mensch läuft."
Emil Zátopek

Fliegerische Grenzen überschritten

Bei einem Trainingsflug zu einer bevorstehenden Flugshow stürtzt eine B-52 Stratofortress ab und zerschellt auf der Flugpiste. Geplant waren unter anderem Überflüge in niedriger Höhe und eine Touch-And-Go Landung, aber zu letzterer Übung kam es nicht mehr: Der Pilot der B-52, Bud Holland, wurde vom Tower angewiesen zu drehen, da eine KC-135 Maschine die Landebahn blockierte. Nahe dem Tower der Fairchild Air Force Base ist ein Areal in dem Atomraketen gelagert werden, der Luftraum darüber ist gesperrt. Einen beim Tower angefragte und bestätigte 360 Grad Kurve, führte Holland sofort aus um noch vor dem gesperrten Luftraum seinen Turn zu machen. Dabei nahm er in sehr niedriger Höhe (75 m) die Kurve so eng, das das Flugzeug mangels Auftrieb quasi vom Himmel fällt.

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Alle vier Besatzungsmitglieder kommen ums Leben, die Zeit reichte noch nicht einmal um sich mit dem Schleudersitz zu retten.

Alles sieht nach einem gewöhnlichen – immer möglichen – Flugunfall aus, wenn da nicht die ausgeprägte Persönlichkeit von Bud Holland ins Spiel kommen würde und sein stetiger Drang Regeln der Flugsicherheit zu überschreiten bzw. ganz zu Mißachten. So dokumentiert wikipedia.com acht Fälle von teilweise haarsträubenden Flugmanövern. Wieso quasi keins der Manöver irgendwelche Konsequenzen für Holland mit sich führte, ist nicht wirklich klar. Erst nach einem Zwischenfall am 10.5.94 kam es zu einer Ermahnung durch seinen Vorgesetzten, als sich seine Crew nach dem Flug weigerte, jemals wieder mit ihm zu fliegen und eine Meldung machten.

Quelle: flugzeugforum.de


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