Kollision über dem Amazonas
Nach einer Kollision einer Boeing 737-800 des Billigfliegers GOL Transportes Aéreos mit einer zweistrahligen Embraer Legacy 600, stürzt die Boeing in ein Regenwaldgebiet. Alle 154 Insassen an Bord von Flug 1907 auf dem Weg von Manaus nach Brasilia kamen dabei ums Leben. Die sich auf einem Überführungsflug in die USA befindliche Embraer erlitt dabei nur leichte Beschädigung an einer Tragfläche und konnte notlanden.
Als Unglücksursache stellten sich nach einer abschließenden Auswertung des Funkverkehrs starke Kommunikationsprobleme heraus: Die Piloten der Embraer hatten Probleme die brasillianischen Fluglotsen zu verstehen, da diese offenbar nur sehr mangelhaftes Englisch sprachen. Nach der Anweisung der Fluglotsen stieg die Embraer auf 37.000 Fuß, allerdings übersahen die Fluglotsen dabei die Boeing die sich auf der gleichen Flughöhe befand und den Weg der Legacy 600 kreutzte. Die Höhe von 37.000 Fuß für den gesamten Flug war im ursprünglichen Flugplan nicht vorgesehen und durch die neue Anweisung aus Kraft gesetzt. Alle Kontaktversuche der Piloten mit dem Tower wurden ignoriert und nicht beantwortet. Ein Fluglotse wird unmittelbar nach dem Crash mit den Worten zitiert “What the hell was that”.
Beide Maschinen waren mit einem Kollisionsfrühwarnsystem (TCAS- Traffic Collision Avoidance System) ausgestattet. Warum es trotzdem zu diesem Unfall kam, ist nicht bekannt.
Quelle: aero.de, wikipedia.de
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