"Derjenige, der fliegen lernen will, muss erst mal lernen, auf beiden Beinen zu stehen. Man kann nicht mit dem Fliegen anfangen."
Friedrich Nietzsche

Überladen in den Tod

Die Piloten einer Antonow 12 (Registriernummer 9Q-CIH) der Service Air Ltd. meldeten knapp zwei Minuten nach dem Start vom Flughafen von Entebbe einen Triebwerksschaden. Eins der vier Triebwerke stand in Flammen und daher entschlossen sich die Piloten nach Entebbe zurückzukehren. Obwohl die Antonow 12 mit den verbleibenden drei Triebwerken sicher manövriert werden kann, verlor die Maschine an Höhe und stürzte knapp 11 km vom Flughafen entfernt in ein bewaldetes Gebiet nahe des Dorfes Bukalaza. Alle sechs Crewmitglieder russischer Herkunft sterben.

Untersuchungen der Absturzursache brachten erstaunliches zu Tage: Die im Nachbarland Kongo registrierte Maschine war mit 6.5 Tonnendeutlich überladen, dazu kommt das die Fracht unsachgemäß verstaut wurde. Wie es zu dieser Überladung kommen konnte, wird auch schnell offensichtlich: Service Air besaß keine Betriebserlaubnis, die Maschine war nicht versichert, es gab keinerlei Aufzeichnungen bzgl. Wartung/Reparatur und auch ist nicht sicher, ob die Crew überhaupt die Qualifikation besaß die Antonow zu fliegen da es hierfür auch keine Dokumente gab.

Fünf Monate nach dem Unglück veranlaßte der damalige Transportminister neue Sicherheitsrichtlinien für den Durchflug von ausländischen Maschinen durch Uganda.

Quelle: aviation-safety.net


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